In einem Liebesroman geht es oft heiß her. Dabei unterscheiden sich die Geschmäcker bei der Frage, wie viel ZU VIEL ist und wie viele Details dann doch die Fantasie zerstören.
Als leidenschaftliche Leserin von Bewertungen habe ich unter Erotiktiteln, erotischen Liebesromanen oder bei „normalen“ Liebesromanen schon allerlei gelesen.
Während ich die Anzahl und Detailliertheit von manchen Liebesszenen ganz ausgewogen fand, las ich Bewertungen wie „hirnloses Rumgef***“ und „öder Blümchensex“. Denn jeder hat seine eigene Meinung darüber, was zu viel und was zu wenig. Das macht es als Autor nicht gerade einfach, das richtige Maß für die breite Masse einzuschätzen, soweit man dies denn will.
Als ich meinen ersten Liebesroman „Strip her naked“ schrieb, habe ich ihn zuerst einer Freundin zu lesen gegeben. Diese mag eher Liebesromane im Bereich „New Adult“, wo die Figuren meist noch sehr jung sind (um die 17 Jahre alt) und demnach oft noch Jungfrauen. Dementsprechend geht es dort etwas gesitteter zu, was ihr besser gefällt. Daher dachte ich, es wird ihr wahrscheinlich zu viel. Sie war dann aber doch mit meinen Sexszenen einverstanden, sodass ich beruhigt veröffentlichen konnte. (Ja okay, ich hätte es trotzdem so veröffentlicht, weil ich viele und detaillierte Szenen mag! 😀 Aber natürlich freue ich mich, wenn es ihr auch gefallen hat.)

Welches Genre?
Ich denke, am wichtigsten ist es, sich zunächst bewusst zu machen, in welchem Genre man sein Buch veröffentlicht. (Darüber habe ich schon einmal in meinem Blog geschrieben.) Schreibt man einen Erotik-Titel, dann kann es gerne auch mal heiß und detailliert losgehen. Man schreibt schließlich extra in einem Genre, das Sex dafür einsetzt, Spannung aufzubauen oder die Figuren in ihrer Entwicklung voranzutreiben. Was wäre „50 Shades of Grey“ ohne detaillierte BDSM-Szenen? Genau! Langweilig. Und sicherlich kein Bestseller.
Schreibt man allerdings einen normalen Liebesroman, in dem sich die Protagonisten zwar körperlich toll finden, sich jedoch mit Schlüppi kennen lernen sollen, dann sind übertrieben lange Szenen, die völlig konstruiert – irgendwo reingeschoben werden (im wahrsten Sinne des Wortes) überflüssig.

Beispiel
Wer gerne mal ein Beispiel lesen will, kann hier die Szene aus „Save Me Hill Part 3“ lesen, den ich als erotischen Liebesroman einstufe. Im Vergleich dazu gibt es hier einen Ausschnitt aus einem Projekt, das ich bisher unter „Speak – Befreiung“ bearbeite und das ich als Erotikroman einstufen würde. Bitte erst ab 18 Jahren lesen!

 

Und das Wichtigste, lass Dir niemals einreden, dass Dir eine bestimmte Szene – warum auch immer – nicht gefallen darf oder du sie nicht so veröffentlichen kannst! Nur weil viele auf flatternde Augenlider stehen, musst du das nicht!

Alles Liebe
Deine Sophia


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