Seit 50 Shades of Grey ist es amtlich. Liebesromane brauchen Millionäre.

Dabei waren Millionäre, Milliardäre und allgemein reiche Männer schon immer beliebt in diesem Genre. Aber warum?

Der Chauvinist würde sagen, weil das arme Frauchen selbst nichts auf die Reihe bekommt und deswegen einen Ernährer benötigt. Doch wenn man sich die Liebesromane genauer anschaut, ist das Quatsch. Die Frauen sind weder arme Frauchen, noch brauchen sie das Geld des Mannes. Vielmehr handelt es sich um ausgebildete, studierte junge Frauen, die sich auch sehr gut selbst durchschlagen können. Aber warum dann die Millionärsüberschwemmung?

 

Als ich meine Bücher „Strip her naked“ und die „Save Me Hill Reihe“ geschrieben habe, dachte ich lange darüber nach. Die beiden Protagonisten in den Büchern sind auch sehr wohlhabend, wobei ich gezielt das Wort Millionär nicht benutzt habe. (Ich hoffe doch, ansonsten bitte rügen :D) Doch dann war es schnell klar, es ist nicht nur super sexy, wenn der Mann für sich selbst sorgen kann und nicht mehr bei seiner Mutter wohnt. Es bietet auch so viele unzählige tolle Möglichkeiten.

Dadurch, dass dem Millionär durch sein Bankkonto die Welt offensteht, hat man tausend Möglichkeiten, wie die Story verlaufen kann. Die Hauptfiguren können reisen – wohin sie wollen -, essen gehen, heiraten, ein Haus kaufen, haben Personal, die man mit einbauen kann usw.. Egal, was einem beim Schreiben einfällt, man kann es verwirklichen. Und das macht die Storyfindung um einiges offener.

Allerdings kann ich auch verstehen, dass viele Leser in ihren Bewertungen schreiben „nicht schon wieder ein Millionärsroman“. Denn sehr oft wird leider das Muster von Shades of Grey bedient. Das kleine Mäuschen trifft den sexy Millionär, dessen einziges Manko es ist, aufgrund von Mutterproblemen, ihr gerne mal den Hintern zu versohlen. Das ist langweilig. Deshalb lese ich bei so welchen Büchern auch immer sehr genau den Klappentext und versuche herauszufinden, ob sich vielleicht dieses Mal mehr hinter seinem „düsteren Geheimnis“ verbirgt. Abgeklatschte Soft-BDSM-Grey-Bücher braucht wirklich keiner mehr.

Übrigens ein witziger Fakt: die meisten Millionärsromane spielen in Amerika. (Ja, ich gestehe meine auch – weil ich das Land einfach sexy finde.) Dabei müssten sie angesichts der Millionärsdichte in den Vereinigten Arabischen Emiraten (strenge Gesetze was Sex betrifft – schwierig), der Schweiz (Gnäx mit Batzeli bsüechig), Katar (ähm… nein) oder Kuwait (wo ist das?) spielen. Gleich danach kommen dann aber auch die USA, sodass es nicht gerade abwegig ist, den Millionär nach Chicago zu setzen.

Natürlich käme auch Deutschland für einen Roman mit Millionären in Frage. (Mein Freund nervt schon regelmäßig damit, dass mal etwas von mir hier spielen soll.) Die Dichte von Millionären ist in unserem Land relativ hoch und auch bei den reichsten Männern der Welt spielen wir mit den Gründern von ALDI ganz vorne mit.

Also, ein sexy ALDI-Roman, das wärs doch. 😉

 

Vielen Dank für Deine Zeit!

Alles Liebe

Deine Sophia

 

PS: Wenn ihr mal ein Buch lesen wollt, in dem sie sich gegen den Millionär entscheidet, rate ich zu “A Millionaires Story“. Ich fand es sehr schön, wie der Millionär dort als normaler Mann beschrieben wird, der arbeiten gehen muss für sein Geld und welche Schattenseiten so ein Leben mit sich bringt.

 

 

Kategorien: Blog

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